Sarah Berger


Geworden

Geworden


Es gibt nur zwei Dinge die Leere//und das gezeichnete Ich. Es ist der Zusammenhang von Sein und Werden, der in der Photoarbeit Geworden verhandelt wird. Sie zeigt den Menschen zum Einen als verletzbare Hülle seiner selbst – gebunden an den zarten Faden seiner Stofflichkeit. Zum Anderen thematisiert die Arbeit das Geworden-sein als festen Bestandteil menschlichen Daseins – also die menschliche Bewegung in das Sein „zu fallen“ und von diesem Moment an, der Zeit verhaftet zu sein – Entwicklung nennen wir das. Man entwickelt sich von einem Wesen ohne Welt zu einem Wesen mit Welt. Aber was passiert in dieser Zeitspanne?
Die Photographien zeigen Aktstudien, aufgenommen unter zur Hilfenahme von Tageslicht. Die gedrungenen Haltungen geben den Blick frei auf die materialisierte Verletzlichkeit, Verwundung, dem Zeugnis für das Dasein in Welt sowie dessen Begrenztheit.